Leichter Kaufüberhang
Die Vermögensverwaltungen unseres Depotausschnitts der 19. Woche setzten mit ihren Transaktionen 1,57 Mio. Euro um. Davon entfielen 0,71 Mio. Euro auf Käufe und 0,86 Mio. Euro auf Verkäufe. Damit hatten wir nach einer drei Wochen dauernden Phase mit Kaufüberhängen wieder einmal eine Woche mit einem Verkaufsüberhang.
Die Vermögensverwaltungen unseres Ausschnittes setzten mit ihren Aktienkäufen und -verkäufen 0,90 Mio. Euro. Der Wochenumsatz im Fondssegment betrug 0,54 Mio. Euro. Und Transaktionen mit Stücken von Festverzinslichen summierten sich in der Woche vom 4. bis 8. Mai auf 0,13 Mio. Euro.
3-Monats-Favoriten
| Die 5 meistgekauften Wertpapiere der vergangenen drei Monate | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Nextera Energy Inc. | A1CZ4H |
| 2. | Schlumberger N.V. (Ltd.) | 853390 |
| 3. | Alphabet Inc. -C- | A14Y6H |
| 4. | Procter & Gamble Co., The | 852062 |
| 5. | iShSEu600Ins | A0H08K |
Europäische Versicherungsbranche im Vergleich
In unserer 3-Monats-Favoritenliste ist der iShares STOXX Europe 600 Insurance UCITS ETF (DE) enthalten, der das Versicherer-Segment des STOXX Europe 600 abbildet, d.h. das Segment der Large und Mid Caps der Versicherungsbranche europaweit. Der ausschüttende ETF, der seinen Index vollständig physisch repliziert, ist aktuell bezogen auf den Jahresbeginn leicht – d.h. rund 2 Prozent – im Minus. Über 1 Jahr ist er 5 Prozent im Plus, über drei Jahre ist er 69 Prozent im Plus und über 5 Jahre hat er sich um 94 Prozent gesteigert.
Der Teilindex des Stoxx Europe 600 für Versicherungen ist im laufenden Jahr mit rund 4 Prozent im Minus und damit deutlich hinter dem Mutterindex, der in diesem Zeitraum um rund 2 Prozent zulegte. Auch bleibt der Index für Versicherer-Aktien damit bislang hinter dem europäischen Bankensektor zurück, der mit rund 0 Prozent gleichfalls etwas schwächer performt als der Stoxx Europe 600.
Über ein Jahr ergibt sich folgende Performance-Rangordnung: Teilindex Banken: 31 Prozent; Stoxx Europe 600: 11 Prozent; Teilindex Versicherungen: 3 Prozent.
Und über 3 (5) Jahre ergeben sich Zuwächse in Höhe von: Banken 138 (162) Prozent; Versicherungen 52 (62) Prozent, Mutterindex 30 (39) Prozent.
1-Monats-Favoriten
| Die 5 meistgekauften Aktien der letzten vier Wochen | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Alphabet Inc. -C- | A14Y6H |
| 2. | Microsoft Corp. | 870747 |
| 3. | SAP | 716460 |
| 4. | Adidas | A1EWWW |
| 5. | Glencore | A1JAGV |
Postmaterialismusthese endgültig widerlegt?
Ein häufig immer noch in seiner ganzen Tragweite und Größenordnung unterschätzter Sachverhalt im Zuge der Erhöhung des Absolutbetrags sogenannter Erneuerbarer Energien ist der Materialaufwand. Zumal die Bedeutung der Materie für unser Dasein bei dem ganzen Hype um Information und Energie viel zu oft viel zu kurz kommt. Postmaterialismus mag in bestimmten Bevölkerungskreisen – wie Inglehart bereits in den 70er Jahren diagnostizierte – den Wertekanon bestimmen. Aber die technische Umgestaltung der Natur für die Nutzanwendung ist eben immer noch auf Materie in Gestalt konkreter Materialien angewiesen, die häufig nur sehr teuer und sehr energieaufwendig in die gewünschten Ausgangsformen zu bringen sind.
Das dürfte kaum jemand besser wissen als der Rohstoffverarbeitungs- und -handelskonzern Glencore mit Hauptsitz in Baar, Schweiz, aber Rechtssitz im Kanal, auf Jersey. Der Kurs der an der London Stocks Exchange notierten Aktien hat in Pfund in diesem Jahr bereits um 44 Prozent zugelegt, über ein Jahr betrug der Zuwachs sogar 119 Prozent. Allerdings hat sich der Kurs über 5 Jahre „nur“ um 81 Prozent und über 15 Jahre lediglich um 12 Prozent gesteigert.
Man könnte also bei sehr freier Interpretation sagen, der Aktienkurs von Glencore widerlegt in jüngerer Zeit durchaus eindrucksvoll die Postmaterialismusthese.
